dakini

Daniel Odier

Alle Wirklichkeit ist unmittelbar.
Die absolute Frische jeden Moments fliesst, der unendliche Körper des Yogin und der Yogini weder von Erinnerung noch von Projektion beeinträchtigt, reagiert im Moment, spontan; weiss im Moment, vergisst im Moment, denn die Fülle hinterlässt auf dem Rubin des Herzens keine Schlacke.
Sammelt ihn, diesen Tau im Herzen jeder Zelle! Ihr winziges und fortwährendes Erschauern ist eure eigentliche Natur.
Ohne Grenze, von derselben Substanz und Natur wie alles Lebende, keine Trennung mehr. Keine getrennte Identität mehr im Tanz, alles ist verbunden, alles Abbild und Widerschein des Unendlichen.
Der Wirklichkeit begegnen, indem man in allen Dingen die Manifestation der Herzensessenz sieht. Keine emotionale Blockade, keine Blockade durch den unterscheidenden Gedanken, kein Verschliessen des Körpers.
Keine Flucht, keine Suche.
Kein Ausweichen, keine Konfrontation.
In dieser Öffnung ist alles Yoga.
Eins mit allem sein.
Die Gedanken haben die Natur des Raums.
Der Körper hat die Natur des Raums.
Die Emotionen haben die Natur des Raums.
Die Materie hat die Natur des Raums.
Frei und ohne Grenzen von Anbeginn ist unsere wahre Natur nichts als Raum!
Nichts kann sie blockieren oder begrenzen.
Das Festhalten am begrenzten Körper ist Quelle des Leidens, Die Verwirklichung des räumlichen Körpers ist Befreiung.
Lasst euch vom Universum tanzen.
Nirgendwo Starres.
Keine unbelebte Materie.
Alles ist Bewegung.
Alles ist verbunden.
Ohne den geringsten individuellen Willen lasst euren Körper der Welt gehorchen. Langsamkeit und Glückseligkeit sind im Zentrum des kosmischen Körpers. Zentriert sein heisst, die Peripherie zu verlieren. Die Peripherie verlieren heisst, das Zentrum zu verlieren. Das Zentrum verlieren heisst, zentriert zu sein.
Der Körper/Gedanke offen und geschmeidig, ohne Theorie, ohne Innenschau, ohne
Erwartung, ohne Praxis.
Im Grenzenlosen das Schweigen, die Freude.
Im Samadhi das Erwachen.